Wenn’s darum geht die eigene Gesundheit wieder in den Fokus zu rücken nach den heißen und ausgelassenen Sommertagen, dann ist der Herbst der perfekte Zeitpunkt dafür. Neue Routinen und Gewohnheiten lassen sich leichter integrieren, der Wille und die Motivation für Veränderung ist wieder größer und die vielen Einladungen und Aperol Spritzer werden weniger.
Doch ich kenne das auch und bekomme das bei meinen Kundinnen häufig mit, dass zwar der Wille da ist, aber trotzdem der Moment für die Veränderung, sei es mehr Sport, gesündere Essensgewohnheiten oder neue Alltagsroutinen oft immer weiter nach hinten rutscht. Und zwar so weit, dass dann die Advent- und Weihnachtszeit beginnt, das Jahr langsam endet und dann aber erst recht nicht der richtige Zeitpunkt ist für neue Gewohnheiten und gesündere Routinen, weil bei Glühmost und Keksen ist das auch wirklich schwierig.
Das Hauptproblem bei Veränderung liegt nicht am Willen oder der Disziplin
Daher gebe ich heute 5 Gedanken mit, die mich schon lange begleiten, damit du aufhörst dich selbst auf der Prioritätenliste nach unten zu schieben und Schritt für Schritt loslegst. Denn eines unserer Hauptprobleme ist, dass unser Nervensystem unseren jetzigen Zustand kennt, vertraut und dadurch als gut und sicher einstuft für uns. Auch wenn unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden nicht optimal ist. Aber lieber bleibt unser Gehirn und System bei dem was es kennt, als etwas neues unbekanntes auszuprobieren.
- Sei dir bewusst, wieso du etwas verändern möchtest.
Und damit meine ich, dass du dir ganz konkret aufschreiben darfst, warum du deine Gewohnheiten und Routinen verändern möchtest. Wenn du keinen konkreten Grund für dich findest, dann wirst du es auch nicht umsetzen. Dein Warum muss etwas sein, dass dich berührt. Das kann sein, dass du dich nicht wohl fühlst; dass du dich fitter fühlen möchtest, wenn du auf den Berg gehst; oder dass du dich stark fühlen möchtest.
Ich liebe es regelmäßig intensiver auf mich zu achten, weil ich merke, wie gut es mir tut und wie energiegeladen ich mich fühle. Was ist dein Warum? - Setze dir einen konkreten Zeitraum, in dem du fokussierter auf dich achtest.
Wenn wir ehrlich hinsehen, dann wissen wir, dass September, Oktober und der halbe November wunderbar sind, um neue Routinen und Gewohnheiten einzuführen. In dieser Zeit passiert im Außen weniger. Gleichzeitig ist es aber so, dass wenn die Adventszeit losgeht gezielt auf die Gesundheit zu achten. Durch das Fundament, dass du dir aufbaust kommt dein Körper und deine Gesundheit viel besser mit äußeren ungewohnten Dingen klar, die weniger zu Gesundheit beitragen. Und das hat einen einfachen Grund: Ein neuer Zustand braucht Zeit, bis er sich für dich wirklich sicher und normal anfühlt. Erst dann hörst du auf, dich immer wieder zurück Richtung altem Muster zu ziehen. Die ersten Wochen sind also nicht nur Gewöhnung – sie sind der Moment, in dem du lernst: Das hier ist jetzt normal für mich.
Das erste Mal als ich viele meiner Alltagsgewohnheiten geändert habe, habe ich das in 4 Wochen intensiven Wochen gemacht. Einige neue Routinen sind dadurch geblieben, andere nicht. Aber dafür war mein gesundheitliches Ergebnis nach diesen vier Wochen unglaublich. - Lass dir deinen Spielraum und verwechsle Konsequenz nicht mit Verzicht.
Ich liebe Abwechslung und war sooo lange gegen Routinen. Aber es braucht gewisse Routinen und einen gewissen Fokus, wenn du Neues umsetzt oder Veränderungen in deinen Alltag bringst. Das bedeutet nicht, dass du auf Einladungen verzichten musst, deinen Sport nicht mal auslassen darfst oder auf der Couch bleiben darfst oder jeden Tag 100% geben musst. Oft kommt das Leben dazwischen und dann ist es zum Leben da. Wenn du wirklich gesundheitliche Probleme hast, dann macht es Sinn, 4-6 Wochen konsequent zu sein. Wenn das nicht der Fall ist, dann gib dem Leben immer ein wenig Spielraum.
Mo-Fr bin ich liebevoll konsequent und routiniert, was mir und meinem Körper enorm viel Stabilität bietet. Fr-So wird alles lockerer und ich mache mir kaum Gedanken, wie sich Couching oder Schoko auf mich auswirkt. - Plane um dich selbst herum.
Wenn du deine Priorität bist, dann trage deine Termine genauso in den Kalender ein wie jedes wichtige Treffen oder jeden Arzttermin. Das bedeutet, jeder Sporttermin kommt in den Kalender, der Wocheneinkauf, das Meal Prep, deine Ruhephasen oder Pausen.
Mittlerweile habe ich meine fixen Sporteinheiten, die sich wöchentlich wiederholen fix eingetragen, genauso wie meine Arbeitszeiten. Meal Prep gibt’s immer Sonntags, wenn’s mal wirklich nicht klappt dann Montags. Und wenn ich etwas nicht im Kalender stehen habe, wird’s nicht gemacht, vergessen oder „mental überschrieben“. Aber hier kommt etwas Wichtiges ins Spiel: Nein sagen. - Nein sagen.
Wenn dich jemand nach einem Treffen oder einem Gefallen bittet, frage dich: Dient es gerade deinem Ziel und dir selbst als Priorität? Raubt es dir Energie und zeitliche Ressourcen oder energetische Kapazitäten oder gibt es dir Energie und Zeit? Ein guter Satz ist hier für’s Erste immer: Ich schau mal in meinem Kalender nach, ob ich Zeit habe. Und WhatsApp-Nachrichten müssen auf keinen Fall sofort beantwortet werden. Du hast Zeit zu reagieren und kannst später noch immer Ja sagen, wenn sich das für dich gut anfühlt. Denn jedes Ja, das eigentlich ein Nein hätte sein sollen, kostet Energie. Und genau diese Energie fehlt dir dann für deine eigentliche Priorität: deine Gesundheit. Nein sagen ist deshalb kein Egoismus, sondern Schutz für das, was du dir gerade aufbaust.
Dieser Punkt hat etwas gedauert bis ich ihn gelernt habe. Es gab einen Herbst, da habe ich zu allem konsequent Nein gesagt weil ich wusste: Ich kann jederzeit morgen doch noch Ja sagen. Zu der Zeit war ich dadurch sehr viel zu Hause, habe Nein sagen gelernt und, dass mir nichts passiert, wenn ich es mache und auch langfristig niemand böse ist, wenn ich es mache.
Die meisten meiner Kundinnen nehmen sich zu große Schritte für einen zu kurzen Zeitraum vor und sind dann frustriert, weil sie scheitern. Nutze den Herbst als deine Spielwiese. Rücke dich selbst in den Fokus, verändere das für dich wovon du schon lange redest und gehe in die Umsetzung. Und bis Weihnachten fühlst du dich komplett anders.
Wenn du sogar körperliche Symptome oder Beschwerden hast, dann kannst du dir sogar für 0€ die Symptom-Analyse herunterladen und bekommst sogar dort noch ein paar weitere konkretere und gezieltere Tipps.
Viel Erfolg in den nächsten Wochen,
Larissa